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Gießfilamente

Das Filament, das einem Druck aus Wachs am nächsten kommt. Gedruckt wird ein Modell, das später in einer Gussform verschwindet: Es verbrennt oder schmilzt heraus, und in den Hohlraum läuft Metall. Das alte Wachsausschmelzverfahren, nur dass das Wachsmodell aus dem Drucker kommt. Zwei Filamente sind dafür gängig, und sie funktionieren verschieden.

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PolyCast oder MOLDLAY?

Zone
grün · Bett bis 85 °C
Düse
170–220 °C
Bett
25–70 °C
Preis
etwa 63–80 €/kg
PolyCast (Polymaker)MOLDLAY (Lay Filaments)
BasisPVB, kein Wachswachsähnlich
Düse190–220 °C170–180 °C (einzelne Händler nennen 200–220 °C)
Bett25–70 °C, Lüfter anum 40 °C
Aus der Formausbrennen, 1.100–1.200 °Causschmelzen, 270 °C
Rückstand0,003 % Asche laut Datenblattläuft dünnflüssig aus
Glättenmit Isopropanol–
Hakenbraucht einen Brennofenspröde bei Raumtemperatur, bricht im Förderweg
Preisetwa 47–55 € je 750 g59,95 € je 750 g

PolyCast ist ein Kunststoff, der sich wie PLA drucken lässt und rückstandsarm verbrennt. Weil es kein Wachs enthält, wird die Form nicht erst entwachst, sondern direkt ausgebrannt, laut Polymaker bei 1.100 bis 1.200 °C. Die Oberfläche lässt sich mit Isopropanol anlösen und wird dabei glatt, ohne Schleifen. Das macht PolyCast auch ohne Metallguss interessant, als Urmodell für eine Silikonform.

MOLDLAY ist näher am echten Wachs. Bei 270 °C wird es so dünnflüssig, dass es aus der Form läuft, und das schafft ein Backofen. Dafür ist es bei Raumtemperatur spröde. Der Händler Filament2Print rät, die Spule während des Drucks bei 40 °C im Trockner zu halten, und gibt den echten Durchmesser mit etwa 1,60 mm statt 1,75 mm an; der Wert gehört in das Filamentprofil im Slicer.

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Was der Drucker braucht

Düse, Bett und Kammer

Startwerte aus Herstellerangaben, noch ohne eigenen Druck

grüne Zone

  • Thermisch unkritisch. Beide Filamente liegen weit unter der Bettgrenze des Creator 5 Pro, eine beheizte Kammer brauchen sie nicht.
  • PolyCast trocken halten. PVB zieht Feuchte; Polymaker nennt 12 Stunden bei 50 °C, wenn die Spule offen lag.
  • Langsam drucken. Polymaker empfiehlt für PolyCast höchstens etwa 15 mm³/s Durchsatz und bei schnellerem Druck 220 °C.
  • MOLDLAY und der Förderweg. Ob das spröde Filament den Weg von der Spule bis in einen der vier Köpfe übersteht, ist beim Creator 5 Pro ungeklärt. Eine warme Spule im Trockner direkt neben dem Drucker ist der erste Versuch.
  • Eigener Kopf. Wie bei den Effektmaterialien bleibt das Gießfilament in seinem eigenen Kopf. Stützen aus BVOH wären möglich, müssen aber vor dem Einbetten vollständig trocken sein.

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Und dann der Guss

Der Druck ist der leichte Teil. Danach wird das Modell mit Gießkanal in Einbettmasse oder in eine keramische Schale gesetzt, getrocknet, ausgebrannt und mit flüssigem Metall gefüllt. Dafür braucht es einen Brennofen, einen Schmelzofen und Erfahrung mit offener Metallschmelze. Nichts davon steht in dieser Werkstatt.

Drucken hier, gießen woanders

Der realistische Weg zum Metallteil

Guss nicht im Haus

Feingießereien und Schmuckgießer nehmen gedruckte Modelle an. Das Modell kommt aus dem Drucker, geglättet und mit angedrucktem Gießkanal, der Guss aus der Gießerei. Welches der beiden Filamente die jeweilige Gießerei verarbeitet, wird vorher gefragt.

Ohne Metall bleibt ein zweiter Nutzen: PolyCast als glattes Urmodell für Silikonformen, zum Beispiel für Kerzen und Duftwachs. Dafür reicht der Drucker allein.

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Quellen

Die Preise sind Händlerangebote und schwanken, die PolyCast-Spanne stammt aus älteren Angeboten und wird vor einem Kauf neu geprüft. Keine eigene Testerfahrung: Die Einordnung stammt aus Datenblättern und Händlerangaben, nicht aus einem Druck auf dieser Maschine.