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Was Eliana daraus macht

Nicht jeder Druck ist Technik. Eliana will mit dem Drucker unsere Wohnung verschönern – und drei Vorhaben stehen schon fest: eine Tiefkühlschublade als Ersatzteil, große Blumenbehälter für den Balkon und Lampenschirme zum Hängen. Dazu, was sich sonst ergibt. Eigene Agenda, eigene Seite.

01

Wie das hier gedacht ist

Vorhaben
3, alle Plan
Bauraum
256 mm
Größer als der Bauraum
2 von 3
Material
PETG, PCTG oder ASA
Stand
noch nichts gedruckt

Kein Technik-Protokoll wie Abenteuer – hier geht es um Wohnraum: was Eliana sich ausgesucht hat, wie es geworden ist, wo es am Ende steht. Auch wenn etwas nicht passt oder die Farbe nicht trifft – das gehört genauso dazu.

02

Drei Vorhaben, die feststehen

In der Reihenfolge, in der sie sinnvoll drankommen: vom kleinsten Druck zum größten. Alle drei sind Plan, nicht Ergebnis.

Lampenschirme zum Hängen

Der schnellste Erfolg. Der Druck ist nur der Schirm; die Pendelfassung mit E27-Gewinde, das Kabel und das LED-Leuchtmittel werden gekauft. Das ist dieselbe Regel wie auf Elektronik-Werkstatt: Alles, was Netzspannung führt, kommt fertig und geprüft aus dem Laden, der Druck klemmt nur um den Fassungsring. Ein LED-Leuchtmittel bleibt viel kühler als eine Glühbirne, aber ein geschlossener Schirm staut trotzdem Wärme – deshalb eine Öffnung oben, Abstand zum Leuchtmittel, und PETG statt PLA, das schon bei 55 °C nachgibt. Wer den Schirm leuchten sehen will, nimmt transluzentes PETG. Gedruckt wird im Vasenmodus ohne Stützen, mit zwei Köpfen auch zweifarbig ohne Abfall. Fertige Modelle gibt es auf MakerWorld und Printables reichlich.

Die Tiefkühlschublade

Ein Ersatzteil, kein Deko-Objekt: eine ganze Schublade, deutlich breiter als die 256 mm des Bauraums. Sie wird deshalb in Segmenten gedruckt und über Steckverbindungen verschraubt oder verklebt. Ein fertiges Modell gibt es dafür nicht – die Maße kommen aus dem alten Teil und dem Gerät, konstruiert wird in Skript-CAD (Maßhaltig konstruieren); die eigene Passungszahl aus dem Lehrplan gilt hier genauso. Vorher lohnt ein Blick in die Ersatzteilshops: Der Druck ist dann sinnvoll, wenn es das Originalteil nicht mehr gibt oder es unverhältnismäßig teuer ist.

Material: PETG oder PCTG, zäh statt spröde und gut abzuwischen. PLA fällt raus, weil es spröde bricht. Dass PETG und PCTG auch bei minus 18 °C zäh bleiben, ist unsere Einschätzung aus den Materialeigenschaften, keine Zahl aus einem Datenblatt – das erste Segment wird deshalb eine Woche im Fach getestet, bevor der Rest gedruckt wird. Und ehrlich dazu: Kein Filament ist im gedruckten Zustand für Lebensmittelkontakt zertifiziert. Die Schublade trägt verpackte Ware, die Innenwände werden glatt und ohne Rillen gedruckt, damit sich nichts festsetzt.

Große Blumenbehälter für den Balkon

Über 25 cm, also mehrteilig: Segmente mit Ausrichtnasen, Wände ab 3 mm, Drainagelöcher. Ein gedrucktes Teil ist nicht automatisch wasserdicht – Schichtfugen bleiben Schichtfugen. Deshalb ist der Druck die Hülle, und ein Innentopf oder eine Folie hält das Wasser. Erde ist schwer, also drei bis vier Wandlinien statt zwei.

Material für die Blumenbehälter

PETG oder PCTG als erste Wahl

witterungsfest, kein Kammerzwang

MaterialWofürDer Haken
PETG oder PCTGErste Wahl für die großen, mehrteiligen Behälter: witterungsfest, kein Kammerzwang, kein Verzug bei großen FlächenBraucht den Trockner, sonst Fäden und Blasen
ASAKleinere Stücke in voller Sonne: UV-stabil, vergilbt praktisch nichtGroße Flächen reißen ohne aufgeheizte Kammer und Brim – erst nach den ersten ASA-Tests
PLA–Verformt sich in der Sommersonne, fällt für den Balkon raus

Ein Behälter dieser Größe druckt mehrere Tage. Wie lange genau und wie viel Material, steht dann hier – gemessen, nicht geschätzt.

03

Was die drei gemeinsam haben

Kein PLA, ein Trockner, Segmente

Drei Bedingungen für alle drei Vorhaben

vorher lohnt kein großer Druck

  • Keins davon ist PLA. Wärme über dem Leuchtmittel, Kälte im Fach, Sonne auf dem Balkon – alle drei brauchen PETG, PCTG oder ASA.
  • Alle drei brauchen den Trockner. PETG und PCTG ziehen Feuchte; der Trockner steht in der dritten Bestellwelle der Elektronik-Werkstatt. Die Rolle PCTG aus der ersten Welle reicht für den Anfang, dazu kommt transluzentes PETG für die Schirme.
  • Zwei davon sind größer als der Bauraum. Segmente, Steckverbindungen und die eigene Passungszahl aus der Kalibrierung: 0,25 mm Spiel für senkrechte Bohrungen, ermittelt mit dem Passungsbrett – erst damit lohnt ein großer Druck.

04

Was dafür an Werkzeug nötig ist

Wenig, und das meiste steht schon auf der Einkaufsliste der Elektronik-Werkstatt – einmal kaufen, für alle drei Projekte nutzen. Was insgesamt hier steht, vom Drucker bis zur Software, zeigt die Werkstatt.

Messen, verbinden, trocknen

Einmal kaufen, für alle drei Projekte nutzen

WerkzeugWofür hierWo es herkommt
Digitaler Messschieber, 150 mmZapfen, Nuten, Wandstärken und Schienen der alten Schublade, der Fassungsring der Lampe. Das Messgerät, ohne das kein Ersatzteil passtWerkstatt-Liste, zweite Welle. Erster Handgriff nach der Lieferung: zehnmal dasselbe Maß messen
Stahllineal oder Maßband, mindestens 500 mmAußenmaße der Schublade und des Fachs, Balkonkasten-Maße. Ein Messschieber reicht bei über 256 mm nichtBaumarkt, wenige Euro
Gewindeeinsätze M3 und LötkolbenVerbinden die Segmente von Schublade und Behältern zum Schrauben statt Kleben – derselbe Handgriff wie in E4 des LehrplansWerkstatt-Liste, zweite Welle
Sekundenkleber oder ZweikomponentenkleberFür Nähte, die nicht geschraubt werden, und zum Abdichten von AusrichtnasenBaumarkt
Filament-TrocknerPETG und PCTG drucken sonst mit Fäden und BlasenWerkstatt-Liste, dritte Welle

Gekauft, nicht gedruckt: die E27-Pendelfassung mit Kabel und Baldachin, das LED-Leuchtmittel, der Innentopf oder die Folie für die Behälter. Und zur Ehrlichkeit: Ob es das Originalteil der Schublade noch gibt, ist ein Blick in den Ersatzteilshop, kein Werkzeug.

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Noch nichts zu zeigen

Gedruckt ist für diese Seite noch nichts. Sobald die ersten Stücke fertig sind, kommen sie mit Foto und kurzer Geschichte hierher und in die Liste auf Unsere bisherigen Drucke.

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Wo die Ideen herkommen

Lampenschirme, Übertöpfe, Vasen und Organizer muss niemand selbst konstruieren – die Plattformen sind voll davon, oft mit Fotos von echten Drucken anderer Leute. Wo sich das Stöbern lohnt, steht auf 3D-Modelle finden. Die Tiefkühlschublade ist die Ausnahme: Für ein bestimmtes Gerät gibt es kein fertiges Modell, die entsteht am eigenen Rechner. Welche Materialien zu Deko-Objekten passen (Seidenglanz, Holz, Marmor), steht auf Materialien.